Der Schrecken der vor Goto entdeckten „Geisternetze“ – Gespenster von Fischfanggeräten, die im Meer treiben

Im Meer vor der Stadt Goto in der Präfektur Nagasaki wurde ein riesiges Abfallstück geborgen, das als Symbol für das schwerwiegende Problem der Meeresverschmutzung angesehen werden kann. Es handelt sich um "Geisternetze" – Meeresplastikmüll, im Japanischen als "Geister der Fischereigeräte" bekannt.

Quelle: Nagasaki Bunka Broadcasting YouTube

Ein riesiger Schatten von 11 Metern Länge

Anfang Juli 2024 wurde im Meer vor dem Bezirk Kishuku der Stadt Goto ein riesiges Fischernetz entdeckt, das etwa 11 Meter lang und 1 Meter breit war. Sein Anblick, wie es gespenstisch im Meer treibt, verdeutlicht das Ausmaß der Meeresverschmutzung.

Dieses Geisternetz, das bei einer Tauchuntersuchung durch den World Wide Fund for Nature Japan (WWF Japan) entdeckt wurde, wurde am 27. Juli geborgen, da Bedenken hinsichtlich seiner Auswirkungen auf den Schiffsverkehr, Tauchen und Freizeitaktivitäten bestanden.

Was sind „Geisternetze“?

Als Geisternetze werden Kunststofffischereigeräte wie Fischernetze bezeichnet, die bei Fischereiaktivitäten verloren gegangen oder entsorgt wurden. Der Name leitet sich davon ab, dass sie wie Geister im Meer treiben.

Erstaunlicherweise wird angenommen, dass Geisternetze etwa 10 % des gesamten Meeresplastikmülls ausmachen. Dies ist eine Zahl, die man keinesfalls ignorieren darf.

Verschärfung der Umweltauswirkungen

Die Probleme, die durch Geisternetze verursacht werden, sind vielfältig.

Negative Auswirkungen auf das marine Ökosystem

  • Fälle, in denen Fische, Meeresschildkröten und Meeressäugetiere sich in den Netzen verfangen und sterben.
  • Zerstörung von Korallenriffen und Unterwasserökosystemen.
  • Auswirkungen auf die Nahrungskette durch Mikroplastikbildung.

Verluste bei den Fischereiressourcen

  • Fische und Schalentiere verfangen sich in Netzen und verlieren ihren Marktwert.
  • Hindernis für eine nachhaltige Fischerei.

Beeinträchtigungen menschlicher Aktivitäten

  • Behinderung der Schifffahrt.
  • Gefahr für Meeresfreizeitaktivitäten wie Tauchen.

Wiederholte Funde im Meer vor Goto

In den Gewässern von Goto wurden in den letzten Jahren immer wieder große Geisternetze entdeckt. Bei dem im Juli geborgenen Netz handelte es sich nachweislich um ein ausländisches Fischernetz, und es wird vermutet, dass dies auch bei dem aktuellen Fund der Fall ist.

Es wird erwartet, dass spezielle Organisationen in Zukunft die Sortierung und Vermessung vornehmen und detailliertere Untersuchungen über den Zustand und die Herkunft des Mülls durchführen werden.


Quelle: Nagasaki Bunka Broadcasting YouTube

Was wir tun können

Das Problem der Geisternetze ist nicht nur ein Aspekt der Meeresverschmutzung, sondern eine ernste Herausforderung, die die globale Nachhaltigkeit bedroht.

Um das Problem zu lösen, sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Aufklärung der Fischer über den richtigen Umgang mit Fischereigeräten.
  • Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Fischereigeräte, wie z.B. biologisch abbaubare Materialien.
  • Internationale Zusammenarbeit bei der Bergung von Meeresmüll.
  • Erhöhung des Bewusstseins der Verbraucher für die Meeresumwelt.

Um die schönen Gewässer von Goto zu schützen und die reichen Meeresressourcen für zukünftige Generationen zu erhalten, muss jeder von uns dort beginnen, wo er kann.


Referenzinformationen

  • Funddatum: Anfang Juli 2024
  • Fundort: Vor der Küste des Bezirks Kishuku, Stadt Goto, Präfektur Nagasaki
  • Größe: ca. 11 Meter Länge, ca. 1 Meter Breite
  • Untersuchungsstelle: Public Interest Incorporated Foundation World Wide Fund for Nature Japan (WWF Japan)

Quelle: https://www.ncctv.co.jp/news/article/15990838?ro=16123264&ri=1

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