森から海へ:企業が挑む海洋プラスチック問題の解決策 - UPSEA

Vom Wald zum Meer: Unternehmenslösungen für das Problem des Plastiks in den Ozeanen

Umweltengagement, das mit Waschmitteln auf Pflanzenbasis begann

Ein Unternehmen, das seit den 1970er Jahren pflanzliche Waschmittel herstellt, engagiert sich nun für die Lösung des Problems der Meeresplastikverschmutzung. Warum hat sich ein Waschmittelhersteller, der sich bisher auf den Schutz des Regenwaldes konzentriert hat, nun dem Problem der Meere zugewandt?

Saraya, bekannt für sein pflanzliches Geschirrspülmittel „Yashinomi Detergent“, setzt sich seit den 1970er Jahren für Umweltbelange ein. Damals waren Waschmittel auf Erdölbasis weit verbreitet, und die Flussverschmutzung durch Haushaltsabwässer war ein ernstes gesellschaftliches Problem. Unter dem Motto „Es ist ein Widerspruch, dass ein Reinigungsmittel, das Dinge reinigt, die Natur verschmutzt“, entwickelte das Unternehmen daraufhin Waschmittel auf Pflanzenölbasis.

Was wir aus dem Waldschutz auf Borneo gelernt haben

In den 2000er Jahren tauchte ein neues Problem im Zusammenhang mit der Produktion von Palmöl auf, einem wichtigen Rohstoff des Unternehmens. Auf Borneo führten die steigende Nachfrage nach Palmöl und die damit verbundene Ausweitung der Ölpalmenplantagen zu einer zunehmenden Abholzung des Regenwaldes. Diese Umweltzerstörung beraubte Wildtiere wie Elefanten und Orang-Utans ihres Lebensraums.

Als das Unternehmen von diesem Problem erfuhr, engagierte es sich rund 20 Jahre lang vor Ort im Umweltschutz. Dazu gehören der Schutz von Wildtieren, die Wiederherstellung des Regenwaldes durch Rückkauf von Plantagen und die Unterstützung von Landwirten bei der Erlangung von Zertifizierungen für nachhaltige Landwirtschaft. Es wurde auch ein Mechanismus etabliert, wonach 1 % der Einnahmen aus dem Verkauf verwandter Produkte an eine internationale NGO zur Rettung von Wildtieren gespendet werden.

Herausforderung in einem neuen Feld: Tsushima

Im Januar 2024 gründete das Unternehmen die Tochtergesellschaft „Blue Ocean Tsushima“ in Tsushima City, Präfektur Nagasaki. Tsushima ist eine der am stärksten von angespültem Meeresplastikmüll betroffenen Regionen Japans, wo jährlich über 30.000 Kubikmeter Müll an die Küsten gespült werden. Es wurde festgestellt, dass etwa 60 % der PET-Flaschen aus Nachbarländern wie China und Südkorea stammen.

Der Anstoß, sich mit dem Problem der Meeresverschmutzung auseinanderzusetzen, war eine Kooperationsanfrage einer ausländischen Umweltorganisation im Jahr 2017. Als Unternehmen, das „Waschmittel herstellt, die Flüsse nicht verschmutzen“, erkannte es die ernste Verschmutzung der Meere am Ende dieser Flüsse und entschied, dass es notwendig sei, auf diese neue gesellschaftliche Herausforderung zu reagieren.

Aufbau eines Kreislaufwirtschaftsmodells

Die Bemühungen in Tsushima zeichnen sich nicht nur durch das Sammeln von angespültem Müll aus, sondern auch durch den Aufbau eines umfassenden Recyclingsystems, das auch auf der Insel anfallende Abfälle umfasst. Das Ziel ist es, Prozesse zur Wiederverwertung und Energiegewinnung zu etablieren und ein Inselmodell für die Kreislaufwirtschaft zu schaffen, unter anderem durch die Wiederherstellung von Seegraswiesen.

Derzeit wird auf der Expo 2025 in Osaka ein Beispiel für die Ergebnisse dieses Projekts ausgestellt. Es handelt sich um einen automatischen Händedesinfektionsspender, der aus auf Tsushima angespültem Plastikmüll hergestellt wurde. Der angespülte Kunststoff wird sortiert, gewaschen, getrocknet und zerkleinert, zu Pellets verarbeitet und in Kombination mit Fertigungstechnologien wie dem 3D-Druck zu Produkten verarbeitet.

Unternehmenshaltung zu internationalen Herausforderungen

Derzeit laufen bei den Vereinten Nationen Verhandlungen zur Ausarbeitung eines „Internationalen Plastikabkommens“, die jedoch aufgrund unterschiedlicher Interessen der Länder schwierig sind. Das Ziel, die neue Plastikverschmutzung bis 2040 auf null zu reduzieren, ist schwer zu erreichen.

In diesem Zusammenhang hat sich das Unternehmen 2023 der „International Plastics Treaty Business Coalition“ angeschlossen und positioniert sich klar für ein ambitionierteres und rechtlich verbindlicheres Abkommen. Es gibt nur wenige japanische Unternehmen, die dieser Koalition beitreten, was die Haltung des Unternehmens als langjähriger Akteur im Umweltschutz widerspiegelt.

Die Bedeutung, die Realität vor Ort zu kennen

Das Unternehmen führt auch Kampagnen durch, bei denen Verbraucher die tatsächlichen Gegebenheiten in Borneo und Tsushima selbst erleben können. Ziel ist es, durch das Erleben der Realität, die den Umweltproblemen zugrunde liegt, das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen dem täglichen Konsumverhalten und Umweltproblemen zu schärfen.

Erwartungen für die Zukunft

Angesichts der derzeit fehlenden internationalen Einigkeit bei Umweltproblemen wie dem Plastikproblem ist es von großer Bedeutung, dass einzelne Unternehmen Probleme vor Ort ansprechen und konkrete Lösungen aufzeigen. Sollte das Kreislaufwirtschaftsmodell in Tsushima erfolgreich sein, könnte es zu einem neuen Modellfall werden, der von Japan, einem Inselstaat, in die Welt getragen wird.

Das Umweltengagement, das mit der Entwicklung von Waschmitteln auf Pflanzenbasis begann, entwickelt sich nun zum Aufbau eines Kreislaufwirtschaftsmodells zur Lösung des Problems der Meeresplastikverschmutzung. Die Bemühungen des Unternehmens, sein Tätigkeitsfeld vom Waldschutz auf den Meeresschutz auszudehnen, werden als wichtiges Pilotprojekt zur Verwirklichung einer nachhaltigen Gesellschaft aufmerksam verfolgt.

*Dieser Artikel wurde unter Bezugnahme auf Inhalte, die auf Sustainable Brands Japan veröffentlicht wurden, aus einer einzigartigen Perspektive neu zusammengestellt.

 

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